Rohrholme selber bauen
Tim's Wasserkocher-Alurohr-MethodeIch suche mir ein Alurohr, daß ich als Dorn verwenden möchte (soweit nichts neues). Diesen spanne ich am unteren Ende senkrecht in einen Halter (Laborklemme o.ä.) und packe darunter eine Schüssel und oben ins Rohr rein einen kleinen Trichter.
Dann erhitze ich im Wasserkocher ca. einen Liter Wasser bis zum Sieden und gieße es in den Trichter und damit durch das Alurohr. Das Alurohr nimmt genau diese Temperatur an, so daß man es nicht überhitzen kann.Ich schütte meist das ganze Wasser aus dem Wasserkocher durch das Rohr, damit das Rohr richtig heiß ist.
Jetzt nehme ich ein Teelicht, entferne den Docht und drücke es etwas an das heiße Rohr und streife es zügig von oben nach unten. Das Wachs schmilzt sofort wie Wasser. Ich mache das an allen vier Seiten, so daß ich sicher bin, keine Stelle übersehen zu haben.
Das Alurohr speichert die Wärme lange genug, so daß man keine Angst haben muß, daß das Wachs zu schnell erkaltet. Es muß halt wie Wasser das Rohr benetzen.
Nach einigen Minuten ist das Rohr erkaltet und das Wachs fest. Es ist jetzt ein dünner, gleichmäßiger Wachsfilm auf dem Alurohr vorhanden.
Nun kann der Rohrholm wie gewohnt mit CFK-Schlauch laminiert werden. Als Alternative zu Stefan Dolch's Kräuselband-Methode habe ich die Isolierbandmethode entwickelt. Sie eignet sich vor allem für größere Rohrholme (ab 10mm) und längere Rohrholme.
Nach dem Laminieren kann der Rohrholm entformt werden.

